Ensemblemitglieder

Nathan Vanderpool · Musikalische Leitung

Nathan Vanderpools ist ein im amerikanischen Mittelwesten verwurzelter und in Berlin verliebter Singer-Songwriter, der mit einem charmanten Augenzwinkern über Propheten, Leichenwagen und andere alltägliche Dinge erzählt und dabei mitunter recht anarchisch über stilistische Grenzen hin und her spaziert. Seine Begleitband The Secret Chord Collective bildet in häufig wechselnden Formationen den lebhaft pulsierenden Klangkörper für Vanderpools von R'n'B, Folk und Indie inspirierte Werke. Um Nathans reizvoll verwitterten Bariton und seinen drahtig knurrenden Gitarrensound rankt sich oft ein eleganter und bezaubernder Frauenchor, der den rockigen Grundsound klanglich wunderbar kontrastiert. In der Theatermusik, The Secret Chord Collective katapultiert sich schon allein durch die Dynamik ihrer inneren Konstellation mit einer natürlichen Leichtigkeit jenseits aller eingetretenen musikalischen Pfade, ohne extravagante Mittel einzusetzen oder sich selbst zu inszenieren. Vanderpool nutzt sein Netzwerk von Musikern sowie seine Erfahrung als Bandleader, um das Publikum in Räume zu katapultieren, in denen die Grenzen zwischen Live-Konzert und Theateraufführung verwischen.

Foto: Stefano Urani


Antonia Glugla · Violine und Gesang

Bereits im frühen Kindesalter begann die musikalische Ausbildung von Antonia Glugla an der Violine. Mit fünfzehn Jahren bekam sie ihren ersten klassischen Gesangsunterricht bei Elisabeth Fischer. Im Rahmen der Studienvorbereitenden Ausbildung erhielt sie zusätzlich Klavier- und Musiktheorieunterricht. Im Oktober 2010 begann ihr Gesangspädagogikstudium an der Universität der Künste bei Prof. Elisabeth Werres. Nach einem Auslandsjahr an der Königlichen Musikhochschule Stockholm, wo sie Erfahrungen im Folk- und Jazzgesang sammelte. Im Februar 2018 beendete sie erfolgreich ihr Studium bei Beatrice Niehoff. Seit 2016 konzertierte Antonia Glugla u.a. mit dem Projektorchester und Chorgemeinschaft Lunaris als Alt-Solistin in Mozarts Requiem. Nach wie spielt sie Geige im Berlin Brandenburgischen Sinfonieorchester e.V., in dem sie seit Dezember 2016 Vorstandsmitglied ist. Ebenso ist Antonia Glugla im Vorstand des Künstlerkollektivs i:kozaeder e.V., mit dessen Unterstützung sie ihre Konzertperformance-Reihe „Die vier Elemente“ durchführt.

Foto: Dennis Schippke


Lisa Baeyens · Flöte

Lisa Baeyens ist eine in Berlin lebende Flötistin, Improvisatorin und Musikpädagogin. 2017 schloss sie ihr Musik- und Bewegungsstudium an der Universität der Künste Berlin ab. Im Anschluss daran begann sie „Improvisation“ im Master an der Hochschule für Musik und Theater Leipzig zu studieren. Sie spielt in verschiedenen Bands, Ensembles und Performanceprojekten und ist zudem kompositorisch tätig, u.a. für den 2015 produzierten Kurzfilm „Osten“. Seit 2014 unterrichtet sie in den Bereichen Musikalische Früherziehung, Musik und Tanz für Kinder, Perkussion und Querflöte - privat sowie an der Musikschule Berlin Spandau.

Foto: Maximilian Hilsamer


Marlon Maia · Bariton

Nach einem ersten Studium in Brasília, absolvierte Marlon Maia ein Aufbaustudium in Birmingham/Großbritannien unter Justin Lavender. Sein Repertoire reicht von Barockmusik bis zu zeitgenössischer Oper. Am Birmingham Conservatoire hat er als Solist in allen großen Produktionen mitgewirkt und den Ashleyan Opera Prize erhalten. Seine gesungenen Partien beinhalten u.a. die Titelpartie in Carlos Gomes „Colombo“, wie auch Germont in „La Traviata“, Valentin in „Faust“, Don Bartolo in „Der Barbier von Sevilla“, Baron Zeta in „Die Lustige Witwe, Belcore und Dulcamara in „L’Elisir d’Amore“; Gonzales in „Il Guarany“, Escamillo und Dancairo in „Carmen“ und Don Giovanni in „Don Giovanni“. 2015 sang er eine Hauptrolle im Cole Porter-Musical „Wodka Cola“ beim Festival OperOderSpree, „Der Barbier von Sevilla“ bei der Sommeroper Schloss Britz Berlin und Sid/ Albert Herring (Britten) im Teatro Nacional Brasilia. 2017 war Marlon in Österreich beim Klassikfestival Schloss Kirchstetten als Hortensius/ „La Fille de la Regiment“ und zu einem Silvesterkonzert in der berühmten Aula Leopoldina/ Breslau engagiert. 2018 folgt das Hausdebut im Winterstein-Theater Annaberg- Buchholz als Silvio (Bajazzo) und Simone (Gianni Schicchi), Jesus in einer szenischen Brockes-Passion (Händel) im Berliner Bode Museum.

Foto: Alex B. Adler


Christian Walter · Drehleier

Christian Walter (* 1962 in Oldenburg) ist Fagottist, Blockflötist und Drehleierspieler. Walter studierte zunächst Blockflöte an der Hochschule für Musik in Hamburg. Es folgten Studien am Konservatorium in Den Haag und an der Akademie für Alte Musik in Bremen im Fach Historische Fagottistrumente bei Michael McCraw und Donna Agrell. Regelmäßig beteiligt er sich als Solist auch an neuen musikalischen Spielformen und an Opernbearbeitungen. Seit 2010 widmet er sich dem Studium der barocken Drehleier, der Vielle bei Matthias Loibner. Mit diesem Instrument zeigt er sich als Improvisator und Theatermusiker, wie beispielsweise in einer der Commedia dell´arte Produktion unseres Ensembles „IConfidenti“ mit dem Regisseur David Zubuchen. Als Gast arbeitet er bei verschiedenen Projekten u. a. folgender Ensembles und Orchester mit: Musica Fiata, Cantus Cölln, Aperto, Main-Barockorchester. Er ist fester Fagottist des Orchesters L´arco (Hannover).

Foto: Christian Walter


Inga Maria Klaucke · Flöte und Fagott

Inga Maria Klaucke studierte Blockflöte und historische Fagottinstrumente an der Universität der Künste Berlin, der Royal Academy of Music in London, und als Mitglied des Jeune Orchestre Atlantique in Saintes, Frankreich, bei Christoph Huntgeburth, Daniel Brüggen, Andrew Watts, Alberto Grazzi, Donna Agrell und Jane Gower. Sie konzertiert regelmäßig europaweit in flexiblen Kammerbesetzungen und mit namhaften größeren Ensembles und Orchestern, und hat bei zahlreichen Rundfunk- und Cd-Aufnahmen mitgewirkt; u.a. mit Lautten Compagney Berlin, London Handel Orchestra, Stockholm Bach Society, The Hanover Band, Akademie für Alte Musik Berlin, und vielen anderen.

Foto:  Yat Ho Tsang


Heidrun Holke · Schauspiel

studierte Malerei und Grafik an der Kunsthochschule Berlin Weißensee. Seit 1985 lebt sie als freischaffende Malerin in Potsdam. Neben der Beschäftigung mit dem Figurenbild in Malerei, Grafik und Plastik arbeitete Holke bei zahlreichen Theaterprojekten im Bereich Bühnenbild, Kostüm und Regie mit. Seit 2017 kamen erste Rollenangebote dazu. So war sie als „Antigone“ in der Regie von Dietmar Lentz in Potsdam zu sehen. Bei I Confidenti spielte Heidrun Holke jüngst in „Dolcissima Speranza“.

Foto: privat


Steffen Findeisen · Pantomime

absolvierte ein Studium als Pantomime und Mime in Berlin und Paris, u.a. Eberhard Kube und Ivan Bacciochi. Von 1995 bis 1998 war er Mitglied der internationalen Theatergruppe "Ton und Kirschen" unter Magarethe Biereye und David Johnston. Von 1999 bis 2000  bei der Hamburger Schauspielcompanie "Adhoc" unter Jörg Pleva. Durch ein Tanzstudium an der Kunsthochschule in Denpasar auf Bali erwarb er von 1999 bis 2001 besondere Kenntnisse im traditionellen Maskentanz, u.a. bei I Made Djimat. Seit 2002 freischaffend tätig in den Bereichen Theater, Tanz, Pantomime und Theaterpädagogik. 

Seit mehreren Jahren arbeitet er für die Musiktheatergruppe I Confidenti u.a. bei Hunger und Liebe, Ariadne auf Naxos sowie Bach. Passion. Aleppo.

Foto: Stefan Gloede


Niklas Lewin · Schauspiel

Wenig ist bekannt über den mysteriösen Texter. Geboren 1978, verweilte er lange unerkannt im Schatten des Ruhmes seiner Mutter. Seine frühe Jugend verbrachte er wohl im Kreuzchor. Ein langes Studium machte aus ihm den letzten Magister der Humboldt-Universität. Doch die Jahre dazwischen verlieren sich im flackernden Dunkel der internationalen Bohème. Er spricht von vielen Reisen und erzählt von vielen Kindern. Behauptet Deutschlehrer zu sein und vieles andre mehr. Wir wollen’s ihm glauben. Immerhin ist er der Nachfolger Waldtraut Lewins.

Foto: privat


Jürgen Hinz · szenische Einrichtung

Jürgen Hinz ist in der Niederlausitz geboren und aufgewachsen. Von 1976 - 80 studierte er an der Hochschule für Musik “Hanns Eisler“ Berlin Opernregie bei Prof. Erhardt Fischer. In dieser Zeit absolvierte er diverse Regieassistenzen, u.a. bei Prof. Harry Kupfer in Dresden. Nach seiner Diplominszenierung mit Studenten der Berliner Musikhochschule im Apollo-Saal der Deutschen Staatsoper Berlin ging er 1980 ins Engagement an das Theater Greifswald. Als Spielleiter und ab 1985 als Oberspielleiter für Musiktheater inszenierte er Opern, Operetten, Musicals und sammelte Regie-Erfahrungen im Schauspiel. Außerdem war er als Gastregisseur an den Theatern in Brandenburg a.d.H., Frankfurt (Oder), Senftenberg, Stendal und Neustrelitz engagiert. In der Ab 1991 leitete er bis 2014 das Referat für Musik und Theater im Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kultur des Landes Brandenburg. An der Fachhochschule Potsdam, im Studiengang Kulturarbeit, unterrichtet er seit 1996 und wurde dort 2007 als Honorarprofessor bestellt. Für I CONFIDENTI setzte er Georg Anton Bendas „Ariadne auf Naxos“ und die vielbeachtete Aufführung von BACH. PASSION. ALEPPO in Szene ebenso wie „Pimpinella und Marc Antonio“ sowie die europäisch-syrische Musiktheater-Performance „Quempas“. 2017 folgte die begeistert aufgenommene Produktion „Dolcissima Speranza – ein Mysterienspiel um die Hoffnungskraft der Musik“.

Foto: Elke Hummel


Seollyeon Konwitschny · Regisseurin

Die südkoreanische Regisseurin Seollyeon Konwitschny studierte Malerei an der Ewha Universität Seoul und Kunstgeschichte und Musikwissenschaft an der Freien Universität (FU) Berlin. 2015 promovierte sie im Fachbereich Kunstgeschichte an der FU Berlin mit einer Arbeit zum spätbarocken Theater- und Festdekorateur Alessandro Mauro. Parallel dazu arbeitete sie als Regieassistentin sowie Spielleiterin an verschiedenen Theatern in Deutschland, der Schweiz und Südkorea. Seit 2015 ist Seollyeon Konwitschny als freie Regisseurin tätig. Ihre Inszenierungen WEISSE ROSE von U. Zimmermann am Theater Augsburg (2016) sowie DIE VERSTELLTE GÄRTNERIN von W. A. Mozart am Theater an der Rott/Donaufestwochen im Strudengau (2015) haben die Aufmerksamkeit der überregionalen Presse erregt. Nach dem Projekt DIE VERHEXTE SOMMERNACHT mit I CONFIDENTI debütiert sie u.a. an der Oper Bonn sowie am Theater Dortmund.

Foto: Gilbert Kossek


Christiane Friebe · Regieassistenz

Geboren 1987 in Berlin. Von 2008-2012 private Schauspielausbildung und Weiterbildung in Bereich Regie und Theaterpädagogik. Seit 2009 Mitwirkung an verschiedenen Theaterstücken u. a. Antigone v. J. Anouilhs. Gründung verschiedener Kinder- und Jugentheatergruppen mit dem Schwerpunkt Integration von seelisch- und geistig behinderten Kindern und Migranten. Umsetzung verschiedener Theaterprojekte u. a. Mutige Herzen - Ein Stück über die Reformationen im Kloster Isenhagen. Mit Cello und Gesang begleitet sie Liedermacher und Instrumentalisten und gibt orientalischen Tanzunterricht für Kinder und Erwachsene.

Foto: privat


Bettina Bartz · Stück und Dramaturgie

Die in Berlin geborene Theaterwissenschaftlerin wurde 1983 an der Humboldt-Universität diplomiert und arbeitete an Stadttheatern, im Offtheaterbereich und für das inklusive Theater RambaZamba. Von 1998 bis 2000 war sie Chefdramaturgin des Brandenburger Theaters und von 2008 bis 2011 Chefdramaturgin der Oper Leipzig. Als Operndramaturgin arbeitete sie u.a. in Berlin, Graz, Hamburg, Essen, Amsterdam, Wien, Kopenhagen und Antwerpen und war auch international pädagogisch tätig in Seminaren und Workshops. Als Autorin verfasste seit 1985, meistens gemeinsam mit Werner Hintze, Nachdichtungen klassischer Opernlibretti. Sie schrieb Hörspiele und Revuen, die Kinderoper „Reise zum Mond“, sowie zwei Kinderkonzerte, wovon „Planet der Drachen“ von Arnold Fritzsch komponiert und mit dem LEOPOLD-Preis ausgezeichnet wurde. 2014 erhielt sie den Kunstpreis Berlin der Akademie der Künste in der Sparte Darstellende Kunst, und 2016 bekam die von ihr betreute Inszenierung „La Juive“ in Mannheim den FAUST-Preis für die beste Regie.

Foto: Andreas Birkigt


Christine Jaschinsky · Bühnenbild, Kostüme

studierte Malerei an der Kunsthochschule Berlin. Nach dem Diplom folgten Aspirantur und Lehrauftrag an der Kunsthochschule Berlin. Sie ist mit ihren Bildern, skulpturalen Objekten und Bühnenausstattungen national und international in Ausstellungen und Inszenierungen vertreten: Berlin, Potsdam, Frankfurt (Main), Köln, Bonn, Montreal, Vancouver, Toronto. Seit 2001 leitet sie I CONFIDENTI, Internationales Musik-Theater Ensemble, Potsdam.

Foto: Achim Sommer


Titelbild: Christine Jaschinsky, Maskenspiel (2018)